Erntebericht 2022

Der Jahrgang 2022 ist durchaus vielversprechend, allerdings warten wir noch etwas, um ihn präzise definieren zu können, denn schon jetzt erweisen sich die produzierten Weine als qualitativ hervorragend.
Das Hauptmerkmal war eine ungewöhnlich warme Vegetationsperiode, die jedoch glücklicherweise durch etwas Regen im August gerettet wurde.
Der Vegetationsbeginn fiel mit einem kühlen und ungewöhnlich trockenen Winter zusammen, der dann in einen warmen Frühling überging, der einen regelmäßigen Fruchtansatz ermöglichte, gefolgt von einem heißen Sommer. Die Witterungsbedingungen sind so trocken geworden, dass einige Chianti-Produzenten gezwungen waren, Bewässerungsmethoden anzuwenden, um jüngere Rebstöcke zu schützen. Da die Region Chianti Rufina jedoch im Norden der Toskana und in der Nähe des Apenningebirges liegt, ist es dort meist kühler als im Rest der Toskana. Darüber hinaus liegen unsere Weinberge in Waldnähe oder auf Hügeln und bleiben dadurch kühl. Der Regen, der Ende Juli endlich einsetzte, erwies sich als wahrer Segen. Daher ermöglichten die kühleren Temperaturen im September zusammen mit einer regelmäßigen Wasserversorgung eine regelmäßige Reifung der Trauben.
Obwohl die Dürre überraschend zu Ertragseinbußen führte, waren die von uns geernteten Früchte außergewöhnlich konzentriert, mit immer noch ausgewogener Säure und dem zweifellos hochwertigen Frischfruchtcharakter. Die Weine, die wir erhalten haben, haben einen außergewöhnlichen Körper und eine außergewöhnliche Konzentration, sind schon jung genießbar, verfügen aber über ein großes Potenzial für eine lange Lagerung.