Nach einem recht warmen Winter erfolgte der Austrieb ziemlich früh, aber glücklicherweise gab es keine Frühjahrsfröste. Der Frühling war kühl und regnerisch, was uns zu zahlreichen Behandlungen zwang, um den Ausbruch der Peronospora (Falscher Mehltau) zu verhindern.
Die Regenfälle störten jedoch nicht die Blüte und der Fruchtansatz war recht üppig. Der eigentliche Sommer kam erst Ende Juni/Anfang Juli, als die Temperaturen anstiegen und die ersten längeren niederschlagsfreien Perioden begannen.
Jedoch wurden für die Rebe nie kritische Temperaturwerte erreicht, die zudem von den reichlichen Wasserreserven profitieren konnte, die sich im Winter und Frühling angesammelt hatten. Der August und fast der gesamte September waren sehr sonnig und windig, ohne jedoch kritische Temperaturen zu erreichen.
Die Rebe befand sich daher während der gesamten Reifephase in einem Zustand sehr leichten Wasserstresses, was es ihr ermöglichte, besonders hohe Qualitätsspitzen zu erreichen, ohne den Reifeprozess zu beeinträchtigen.
Im September ermöglichten die beginnenden kühlen Nächte und die damit verbundene deutliche Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht, dass die Trauben ihr aromatisches Potenzial optimal entwickeln und die Säurewerte auf einem nicht zu niedrigen Niveau gehalten werden konnten. Die Lese, die ohne Unterbrechungen oder Störungen durch Regen stattfand, erlaubte es uns, Trauben in perfektem Gesundheitszustand und mit optimalem Reifegrad zu ernten.
Zudem hat die Trockenperiode im August und September auch das Verhältnis von Schalen zu Saft in der Beere erhöht, was zu besonders hohen Konzentrationen in den Mosten führte. Kurz gesagt, der Jahrgang 2016 hat alle Voraussetzungen, um einer der besten der letzten Jahre zu werden.